Alle Schulungen auf einen Blick

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Gefahrgutschulung

Gefahrgut sicher transportieren

Der Transport von Gefahrgut stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Um Unfälle und mögliche Gefährdungen von Mensch und Umwelt zu vermeiden, sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zu beachten: Von der korrekten Kennzeichnung und Dokumentation bis zur sicheren Verpackung und dem Be- und Entladen muss vieles beachtet werden, damit das Gefahrgut sicher an seinem Bestimmungsort ankommt. Die genauen Anforderungen sind in zahlreichen nationalen und internationalen Gesetzesvorschriften festgeschrieben. Diese Regelwerke sehen unter anderem regelmäßige Schulungen für Personen vor, die am Gefahrguttransport beteiligt sind. Als Unternehmer tragen Sie Verantwortung dafür, Ihren Mitarbeitern alle theoretischen und praktischen Kompetenzen zu vermitteln, die für den sicheren Transport von Gefahrgut nötig sind. Wir von DGM Deutschland zählen zu den führenden Experten im Bereich des Gefahrgut-Managements. Als solche bieten wir Ihnen ein umfangreiches Portfolio an Grundschulungen und Weiterbildungen für verschiedene Branchen und Gefahrgut-Bereiche – praxisnah, behördlich anerkannt und jederzeit auf dem aktuellsten gesetzlichen Stand. Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere Gefahrgutschulungen für Straßentransporte, Schifffahrt und Luftverkehr näher vor. Erfahren Sie hier alles Wichtige über unser Schulungsangebot gemäß ADR 1.3, IMDG 1.3 sowie DGR: an wen sich die Schulungen richten, welche Inhalte vermittelt werden und in welchen zeitlichen Abständen die Kurse zu wiederholen sind, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen möchten. Auf Wunsch besuchen Sie unsere Experten auch direkt vor Ort in Ihrem Unternehmen!

Gefahrgut auf der Straße

Welche Gefahrgut-Vorschriften gelten für die Beförderung auf der Straße?

Für den Transport gefährlicher Güter auf der Straße gibt es detaillierte gesetzliche Vorgaben, die international Gültigkeit besitzen. Festgeschrieben sind sie durch das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße – nach der französischen Bezeichnung „Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route“ auch kurz ADR genannt. Insgesamt 52 Vertragsstaaten haben sich dem ADR-Abkommen angeschlossen.

Das ADR enthält unter anderem Vorgaben zur Dokumentation, Kennzeichnung, Verpackung und Ladungssicherung. Es definiert Gefahrgutklassen und entsprechende Kennnummern (UN-Nummern), die bei der Verpackung und Kennzeichnung der Güter zur Anwendung kommen. Das Herzstück des ADR bilden die Sicherheitspflichten beim Transport sowie die Vorschriften zur korrekten Dokumentation und Bezettelung. Darüber hinaus regelt das ADR die Ausbildung und Schulung von Fahrern und anderen beteiligten Mitarbeitern. Fahrer von Gefahrguttransporten benötigen in vielen Fällen einen Gefahrgutführerschein nach ADR 8.2.1. Doch nicht nur Fahrer müssen umfassend geschult werden, sondern auch alle weiteren Mitarbeiter, die mit der Vorbereitung von Transporten zu tun haben, etwa indem sie Gefahrgut verpacken oder bezetteln. Unternehmen, die Gefahrgüter transportieren, benötigen nach dem ADR außerdem einen eigenen Gefahrgutbeauftragten.

Wichtig zu wissen ist: Das ADR wird alle zwei Jahre novelliert, um es an die neuesten technischen Kenntnisse anzupassen. Für Sie als Unternehmer ist es daher unerlässlich, Ihre Mitarbeiter regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen. Verstöße gegen das ADR können empfindliche Strafen nach sich ziehen!

Gefahrgutschulung gemäß Kapitel 1.3 ADR

Gefahrgut Schulung gemäß Kapitel 1.3 ADR

Laut ADR müssen nicht nur Fahrer im Umgang mit gefährlichen Gütern geschult sein, sondern jegliche Mitarbeiter, die am Transport beteiligt sind. Die ADR-Schulung nach dem Kapitel 1.3 des Abkommens richtet sich daher an alle Personen, die in Ihrem Unternehmen mit der Vorbereitung von Gefahrgütern zum Transport zu tun haben, also etwa mit der Verpackung, Befüllung von Containern und Tanks oder mit Ladevorgängen. Darüber hinaus ist sie in bestimmten Fällen auch für Fahrer relevant – und zwar wenn gefährliche Güter nur in begrenzten Mengen transportiert werden, die keiner speziellen ADR-Bescheinigung bedürfen. Wichtig ist: Sämtliche Mitarbeiter müssen gemäß ihrem Aufgabenbereich unterwiesen werden, noch bevor sie mit ihrer Tätigkeit beginnen.

Die ADR-Schulung 1.3 nimmt Bezug auf alle Vorschriften und Normen der aktuell gültigen Version des ADR. Die Teilnehmer erfahren unter anderem, welche Gefahrgutklassen es gibt und mit welchen Warnzeichen diese zu kennzeichnen sind. Darüber hinaus wird der Ablauf einer Gefahrgutbeförderung im Detail erörtert: von den Begleitpapieren über das Be- und Entladen bis hin zu Maßnahmen bei Unfällen.
Wichtig: Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, muss die ADR-Schulung nach Kapitel 1.3 mindestens im Zweijahres-Rhythmus wiederholt werden.

Gefahrgutschulung Seeschifffahrt

Welche Gefahrgut-Vorschriften gelten für den Transport mittels Seeschifffahrt?

Die Beförderung von Gefahrgut im Seeschiffsverkehr wird durch den IMDG-Code (International Maritime Code for Dangerous Goods) geregelt. Es handelt sich dabei um ein internationales Abkommen, das von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) ausgearbeitet wurde. Ergänzt wird es durch die Vorschriften des Internationalen Übereinkommens zum Schutz des menschlichen Lebens auf See, auch als SOLAS-Übereinkommen bekannt. Die Umsetzung dieser internationalen Abkommen in deutsches Recht erfolgt durch die Gefahrgutverordnung See (GGVSee). Ziel des IMDG-Codes ist es einerseits, Gefahren für Mensch und Umwelt bei der Beförderung von Gefahrgut auf See abzuwenden. Andererseits soll das Abkommen die nötigen Voraussetzungen für den ungehinderten Transport gefährlicher Güter schaffen.

Der IMDG-Code orientiert sich in den Grundsätzen weitgehend an den Vorschriften des ADR für den Straßenverkehr – so werden etwa dieselben UN-Nummern für bestimmte Gefahrgutklassen verwendet. Ergänzt werden diese allgemeinen Richtlinien durch verkehrsträgertypische Normen, etwa spezielle Verpackungs-, Stau- und Trenngebote. Ebenso wie das ADR schreibt auch der IMDG-Code regelmäßige Schulungen für alle Personen vor, die am Transport gefährlicher Güter auf See beteiligt sind – dazu zählt ausdrücklich auch das Landpersonal. Die genauen Richtlinien hierfür finden sich in Kapitel 1.3 IMDG. Für die Ausbildung von Seeleuten und Besatzungsmitgliedern gelten eigene Vorschriften nach dem sogenannten STCW-Abkommen.

Gefahrgut Schulung gemäß Kapitel 1.3 IMDG-Code

Gefahrgut Schulung gemäß Kapitel 1.3 IMDG-Code

Die Unterweisung nach Kapitel 1.3 IMDG richtet sich an alle Personengruppen, die Aufgaben im Zusammenhang mit der Beförderung von Gefahrgut im Schiffsverkehr wahrnehmen. Die Schulung vermittelt zunächst die wichtigsten Grundkenntnisse über die Einstufung und Klassifizierung gefährlicher Güter, Stoffe und Abfälle und deren toxikologische Eigenschaften. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Meeresschadstoffe gelegt. Anschließend werden die nötigen Voraussetzungen für den sicheren Transport von Gefahrgut auf See behandelt. Dazu zählt unter anderem die korrekte Verpackung, Kennzeichnung und Beschriftung von Versandstücken und Containern sowie das Vorbereiten der Beförderungsdokumente. Wichtige Inhalte sind darüber hinaus die Sicherheit beim Be- und Entladen gefährlicher Güter, das Erstellen entsprechender Stau- und Ladepläne sowie lokale Hafenordnungen. Auch Maßnahmen im Ernstfall, etwa das richtige Vorgehen bei Unfällen sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen, werden erläutert.

Über die Unterweisung nach IMDG 1.3 erhalten alle Teilnehmer eine Bescheinigung. Die zuständigen Behörden können entsprechende Schulungsnachweise jederzeit einfordern.

Gefahrgut in Luftfracht

Welche Gefahrgut-Vorschriften gelten für die Luftfracht?

Gefahrgut wird nicht nur per LKW, Schiff oder Schiene transportiert, sondern häufig auch im Flugverkehr. Dabei gelten spezielle Schutzvorschriften, um die Sicherheit von Bodenpersonal, Besatzungsmitgliedern und Passagieren zu gewährleisten. Die gesetzlichen Vorgaben dazu wurden von der internationalen Luftverkehrsvereinigung IATA (International Air Transport Association) erarbeitet. In den von der IATA definierten Dangerous Good Relations (DGR) wird festgelegt, welche Güter und Stoffe im Luftverkehr als Gefahrgut gelten und unter welchen Voraussetzungen diese transportiert werden dürfen. So legen die DGR unter anderem Maximalmengen und Gewichtsbegrenzungen, aber auch Kennzeichnungsvorschriften und Verpackungsanweisungen fest. Darüber hinaus ist laut DGR die Schulung aller an Gefahrgut-Transporten beteiligten Mitarbeiter verpflichtend. In Deutschland prüft das Luftfahrtbundesamt (LBA) die Einhaltung der von der IATA erlassenen Normen.

Unsere vom LBA anerkannten Schulungen richten sich an verantwortliche Unternehmen und Dienstleister wie etwa Logistikbetriebe, Spediteure und Frachtagenten. Eine DGR-Schulung ist für alle Mitarbeiter entsprechend ihrem Aufgabenbereich nötig, die am Transport und der Abfertigung von Luftfrachtgut beteiligt sind, etwa indem sie Güter verpacken oder die Papiere für den Transport vorbereiten.

Gefahrgutschulung PK 1 / Gefahrgutschulung PK 2 Verpacker & Versender

Gefahrgutschulung PK 1 / PK 2 Verpacker & Versender Lehrgang – Erstschulung

Die von der IATA erlassenen Gefahrgutvorschriften für den Luftverkehr schreiben Schulungen für Beteiligte an Gefahrgutsendungen entsprechend ihrem Aufgabenbereich vor. Diese Aufgabenbereiche werden durch verschiedene Personalkategorien (PK) definiert: Zur Personalklasse 1 (PK 1) zählen Versender sowie alle Personen und Unternehmen, die als Versender handeln. Die Personalklasse 2 (PK 2) umfasst Verpacker sowie alle Personen und Unternehmen, die Gefahrgut für den Lufttransport vorbereiten und verpacken.

Sowohl Versender als auch Verpacker müssen nach den Vorgaben der IATA eine Erstschulung entsprechend ihrem Aufgabenbereich absolvieren, bevor sie ihre Tätigkeit aufnehmen. Wir von DGM Deutschland bieten standardmäßig Kurse für die Klassen PK1 und PK2 an, die sich an alle verantwortlichen Mitarbeiter von Speditionen oder aus Industrie, Handel und Gewerbe richten. In unserem von der LBA anerkanntem Lehrgang werden zunächst grundlegende Kenntnisse und Anforderungen wie die Klassifizierung und Kennzeichnung von Gefahrgut vermittelt. Ein zentrales Thema sind die Verpackungsanforderungen für einen sicheren Luftfracht-Transport. Darüber hinaus wird das Erstellen der nötigen Dokumente (Versendererklärung) detailliert erläutert. Auch das Erkennen nicht deklarierten Gefahrguts sowie das Vorgehen bei Notfällen ist Thema der Schulung.

Nach erfolgreicher Absolvierung der PK1-Schulung bzw. PK2-Schulung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das 2 Jahre lang gültig ist.

Gefahrgutschulung PK 1 / PK 2 Verpacker & Versender Lehrgang – Auffrischer

Die Luftfracht-Schulung für Verpacker und Versender muss in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, da die Zertifikate nach Ablauf von 24 Monaten ihre Gültigkeit verlieren. Um das Zertifikat für weitere 2 Jahre zu verlängern, ist daher für alle verantwortlichen Personen und Mitarbeiter eine Auffrischungsschulung mit einer erneuten IATA-Prüfung nötig. Diese Schulung kann bereits bis zu 6 Monate vor Ablauf des aktuell gültigen Zertifikats besucht werden. Das Zertifikat verlängert sich anschließend um 2 Jahre gerechnet ab dem Tag des Ablaufs – so ist sichergestellt, dass die gesamte Gültigkeitsdauer ausgeschöpft wird und kein Tag verloren geht.

Die Voraussetzung für den Verpacker & Versender-Lehrgang für Auffrischer stellt somit ein gültiges LBA-Zertifikat dar. Ziel der Schulung ist es, die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse aufzufrischen, zu vertiefen und auf den aktuellsten Stand zu bringen. Im Auffrischer-Lehrgang PK 1 und PK 2 vermitteln unsere Experten die neuesten gesetzlichen Vorgaben sowie den aktuellen technischen Stand im Bereich von Gefahrgut-Transporten per Luftfracht – denn die von der IATA definierten Normen werden regelmäßig überarbeitet und an die neuesten Erkenntnisse angepasst. Das nach erfolgreicher Teilnahme erlangte Zertifikat ist wiederum 24 Monate lang gültig und muss anschließend durch eine neuerliche IATA-Schulung verlängert werden.

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