Gefahrgutschulung laut Kapitel 1.3 IMDG

Der IMDG-Code (International Maritime Code for Dangerous Goods) regelt die Beförderung von Gefahrgut im Seeschiffsverkehr. Es stellt ein internationales Abkommen dar, das von der so genannten Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) entwickelt wurde. Vorschriften des Internationalen Übereinkommens zum Schutz des menschlichen Lebens auf See, auch als SOLAS-Übereinkommen bekannt, ergänzen dieses. Die Umsetzung dieser international gültigen Abkommen in deutsches Recht erfolgt durch die Gefahrgutverordnung See (GGVSee). Die Ziele des IMDG-Codes sind Gefahren für Mensch und Umwelt bei der Beförderung von Gefahrgut auf See abzuwenden und die nötigen Voraussetzungen für den ungehinderten Transport gefährlicher Güter schaffen.

Der IMDG-Code orientiert sich grundsätzlich in hohem Maße an den Vorschriften des ADR für den Straßenverkehr. Zum Beispel werden die gleichen UN-Nummern für einige Gefahrgutklassen verwendet. Dazu kommen noch verkehrsträgertypische Normen, etwa spezielle Verpackungs-, Stau- und Trenngebote. Genau wie das ADR schreibt auch der IMDG-Code regelmäßige Schulungen vor, die alle am Transport gefährlicher Güter auf See beteiligte Personen durchführen müssen. Zu diesen zählt ausdrücklich auch das Landpersonal. Die Richtlinien hierfür finden sich gerade in Kapitel 1.3 IMDG. Für die Ausbildung von Seeleuten und Besatzungsmitgliedern gelten allerdings eigene Vorschriften nach dem sogenannten STCW-Abkommen.

Die Schulung beginn mit den wichtigsten Grundkenntnisse über Einstufung und Klassifizierung gefährlicher Güter, Stoffe und Abfälle und deren toxikologische Eigenschaften. Besonders wird hierbei auf Meeresschadstoffe geachtet. Anschließend werden die nötigen Voraussetzungen, die für den sicheren Transport von Gefahrgut auf See gegeben sein müssen, behandelt. Unter anderem sind dies die korrekte Kennzeichnung und Beschriftung von Versandstücken und Containern sowie natürlich Verpackung an sich sowie das Vorbereiten der Beförderungsdokumente. Weitere wichtige Inhalte sind die Sicherheit beim Be- und Entladen gefährlicher Güter, das Erstellen entsprechender Stau- und Ladepläne sowie lokale Hafenordnungen. Nicht zu vernachlässigen sind Maßnahmen die im Ernstfall greifen müssen, etwa das korrekte Vorgehen bei Unfällen und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Die Unterweisung nach IMDG 1.3 führt alle Teilnehmer zu einer Bescheinigung. Solche Schulungsnachweisee können zuständige Behörden jederzeit einfordern.

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